Trendreport: Schönheitsoperation. Ist Bruststraffung eine Option?

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Eine Schwangerschaft verändert nicht nur das Leben, sondern auch den Körper einer Frau. Der Busen wirkt nach der Stillzeit leer und schlaff. Für viele Frauen ist eine Schönheits-OP ein faszinierender Gedanke. Sie sind nicht bereit, diese Veränderung ihres Körpers zu akzeptieren. Doch ist ein solcher Eingriff auch mit gewissen Risiken verbunden.

Die Brust ist für viele elementares Zeichen der Weiblichkeit

Bild: pixabay.com, Bru-nO, 841503

Bei vielen Frauen, die sich zum Schritt Schönheitsoperation entschließen, geht eine Leidensgeschichte voraus. Dabei spielen körperliche Schmerzen und ein geringes Selbstwertgefühl eine große Rolle.
Schönheitsideale stehen dabei eher nicht im Vordergrund. Brüste, die nach einer oder mehrerer Schwangerschaften tropfenförmig hängen, können körperliche Aktivitäten hemmen, die Sexualität beeinträchtigen und den Blick in den Spiegel zur Qual werden lassen.

Während der Stillzeit war noch alles in Ordnung. Der Busen hatte Volumen, die Form war einfach perfekt. Nach der Stillzeit fehlt die Fülle im Dekolleté, der gerade noch vorhandene Idealbusen ist weggeschrumpft. Das kann sehr frustrierend sein. Viele Frauen begeben sich dann auf die Suche nach Hilfe und versuchen plastische Chirurgen in ihrer Stadt zu finden, die ihnen bei ihrem Problem helfen können.

Warum ist das so? Was den Busen schlaff und leer wirken lässt

Die Haut ist hierbei hauptverantwortlich. Sie zieht sich nicht mehr in dem Maße zusammen, wie sich das Brustinnere zurückbildet. Dabei spielen Faktoren wie der Kollagengehalt oder der Gehalt an Elastin eine wichtige Rolle. Die Zusammensetzung der Haut verändert sich mit dem Alter, teilweise ist sie genetisch vorgegeben. Aber auch äußere Einflüsse können eine Rolle spielen, denn Rauchen oder Sonnenbestrahlung können die Elastizität der Haut reduzieren. Gerade an der Brust ist die Haut dünner und nicht so elastisch. Daher schrumpft sie auch nicht so gut zurück wie am Bauch. Das Bindegewebe und dessen Struktur spielen dabei auch eine Rolle.

Keine Garantie mit Brustoperation

Viele denken, dass mit Sport, physikalischen Behandlungen und entsprechenden Cremes die ursprüngliche Form der Brust zurückkommt. Das funktioniert in der Praxis leider nicht. Frauen, die unbedingt ihre Brustform wiederherstellen möchten, haben nur die Operation als Option. Allerdings ist eine Bruststraffung keine Garantie für den Traumbusen. Den Eingriff sollte unbedingt ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie vornehmen. Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist nicht geschützt. Ein Arzt, der nicht über entsprechendes Wissen und Erfahrungen verfügt, kann hier viele Fehler machen, die nicht wiedergutzumachen sind.

Entscheidungsgrundlage – intensive Beratungsgespräche

Mehrere Beratungsgespräche sollten die Grundlage für die Entscheidung „OP oder lieber keine OP“ bilden. Ein Spezialist beantwortet geduldig alle Fragen zu seiner Expertise und seinen bisherigen Erfahrungen. Er erstellt einen individuellen Behandlungsplan mit Kostenvoranschlag, zeigt beispielhafte Vorher-Nachher-Bilder und klärt auch über mögliche Komplikationen auf.

Die Risiken – Narben als bleibender Schönheitsmakel

Für den Eingriff kann der Chirurg mit verschiedenen Schnitttechniken arbeiten. Prinzipiell sind die OPs allerdings vergleichbar. Wie eine Bruststraffung genau abläuft, beschreibt die Apotheken-Umschau. Darüber hinaus gibt sie Tipps für die erste Zeit nach der OP. Die Bruststraffung hinterlässt immer eine Narbe, die im ersten Jahr geschwollen und gerötet sein kann. Häufig ist eine Nachbehandlung notwendig, beispielsweise mit Cremes oder Salben. Die Narbe stellt einen bleibenden Schönheitsmakel dar, mit dem sich die Patientin schon im Vorfeld auseinandersetzen sollte. Die OP gibt nicht den jugendlichen Körper zurück. Häufig fühlen sich Frauen nach der Operation noch immer unzulänglich, weil sie jetzt die Folgen der Operation ständig vor Augen haben oder ihren vermeintlichen Makel spüren, manchmal sogar schmerzhaft. So tritt das Gegenteil des angestrebten Ziels ein.

Mögliche Risiken und Nachwirkungen der OP

Psychologen zufolge ist es wichtig, dass die Patientin sich im Klaren über die möglichen Komplikationen ist. Nur so ist sie später in der Lage, eventuell auftretende Komplikationen zu verarbeiten. Folgende Risiken und Nachwirkungen können auftreten:

  • Das Implantat kann zum Risiko-Faktor werden.
  • Es können Nachblutungen auftreten.
  • Es kann zu ästhetischen Problemen, wie Narbenbildung, kommen.
  • Infektionen können auftreten.
  • Die Narkose ist ein Risiko-Faktor.
  • Enttäuschung nach der OP kann zu psychischen Problemen führen.

Der Eingriff ist selten medizinisch notwendig

Die Entscheidung zu einer Bruststraffung will wohl überlegt sein. In den seltensten Fällen ist die Operation medizinisch notwendig. Dazu gibt der Gesetzgeber laut Ärzteblatt genaue Vorgaben. Eine Bruststraffung ist meist nur ein formverschönernder Eingriff. Die Patientin muss die Kosten selbst tragen.

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