Digital gut gerüstet

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Private Hochschulen können schneller auf aktuelle Beschränkungen reagieren

(djd). Von der Coronakrise sind nicht nur die Wirtschaft und der Alltag der Menschen betroffen, die Pandemie hat auch gravierende Auswirkungen auf das deutsche Bildungswesen. Staatliche Hochschulen etwa müssen bis auf Weiteres auf Präsenzveranstaltungen verzichten und kurzfristig auf digitale Wissensvermittlung umsteigen. Aber wie ist die Situation an den privaten Hochschulen? Auch dort ist aktuell kein Präsenzunterricht möglich, weswegen auch sie nun auf digitale Lehre setzen. Grundsätzlich muss man bei den privaten Hochschulen zwischen Fernhochschulen und Instituten unterscheiden, bei denen der Präsenzunterricht in normalen Zeiten eine bedeutende Rolle spielt.

Einheitliches Modell an jeder Hochschule

„Alle privaten Hochschulen in Deutschland sind für die aktuelle Situation sehr gut gerüstet, die Studierenden werden im Regelfall nichts von den Einschränkungen spüren“, erklärt Dr. Harald Beschorner, Kanzler der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen und Vorstandsmitglied im Verband der Privaten Hochschulen (VPH). Der Verband vertritt die Interessen von derzeit 84 privaten Hochschulen, er setzt sich für ein pluralistisches Hochschulsystem ein. Dieser Pluralismus wird nach Ansicht von Harald Beschorner gerade auch in der aktuellen Situation deutlich: „Eine private Hochschule kann allein schon aufgrund ihrer Größe viel flexibler reagieren als eine staatliche Campusuniversität. Vor allem aber kommt einer privaten Hochschule jetzt zugute, dass sie in Sachen Unterricht und Prüfungsordnung einheitlich agieren kann.“ An einer staatlichen Uni, so Beschorner, könne es diese einheitliche Systematik zwangsläufig nicht geben, jedes Studienfach habe eigene Regeln zu befolgen. Auch bei den Anmeldemodalitäten und im Prüfungsturnus gebe es bei den „Privaten“ keine Änderungen, alle Infos und die Liste der Mitgliedshochschulen findet man unter www.private-hochschulen.net. Das Thema BAFöG spielt bei den privaten Hochschulen im Übrigen ebenfalls keine große Rolle, weil vorwiegend berufsbegleitend studiert wird.

Webinare statt Präsenzlehre

Um vollständig auf Online-Unterricht umzustellen, müsse bei privaten Hochschulen nur ein Hebel umgelegt werden, so Harald Beschorner. Die Lehrmaterialien seien ohnehin schon online abgelegt, statt Präsenzlehre würden nun Webinare und andere Formen des virtuellen Unterrichts angeboten: „Die digitalen Angebote, die es auch an Präsenzhochschulen bisher schon gab, werden nun zu effizienten Lernplattformen umfunktioniert.“ Beschorner betont zudem, dass eine private Hochschule ihren Dozentinnen und Dozenten viel einfacher und einheitlicher Unterstützung zur Durchführung etwa von Webinaren geben könnte als eine große staatliche Uni.

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