Arbeiten in der digitalen Welt

geschätze Lesedauer:1 Minute, 57 Sekunden

„New Work“ stellt veränderte Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte

(djd). Die Digitalisierung ist in vollem Gange – und stellt auch in der Arbeitswelt lange Vertrautes auf den Kopf. Big Data, künstliche Intelligenz und Co. verändern die Anforderungen an Mitarbeiter. Laptop, Smartphone oder ein internes Social-Web ermöglichen flexibles Arbeiten jenseits von festen Bürozeiten oder Zeitzonen und unabhängig von Firmenzentralen. Moderne Unternehmen arbeiten heute dezentral und in Projektstrukturen, die das alte Abteilungsdenken ablösen. Als Folge dieser Entwicklungen werden viele bisher zentrale Führungsaufgaben auf die jeweiligen Teams verteilt – das bietet vielfältige Chancen, erfordert allerdings auch eine neue Art der Führungskultur.

Der Chef als Visionär und Mentor

Die wichtigste Voraussetzung für „New Work“ ist eine Kultur, die Führung mit Vision verbindet. „Mitarbeiter beschäftigen sich immer stärker mit dem Zweck ihres Unternehmens und der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit. Hier sind Führungskräfte gefordert, sie werden zum Visionär und Mentor“, erklärt Andrea Wolters, Marketingchefin der Adecco Group in Deutschland. Damit das Arbeiten in der neuen Arbeitswelt funktioniert, müssen Führungskräfte dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen – gerade bei wechselnden und weit auseinanderliegenden Arbeitsorten. Dazu, so die Expertin weiter, gehöre auch die Organisation des persönlichen Austausches: „Nicht alles lässt sich nun einmal per Videokonferenz besprechen.“ Neben dem Projektziel ist es genauso wichtig, sich im Team auf ein gemeinsames Verständnis zu einigen, wie man mit Verantwortlichkeiten oder Freiräumen umgeht.

Flexibilität ist Trumpf beim Arbeiten 4.0

In der Arbeitswelt 4.0 wird Flexibilität zu einem entscheidenden Faktor. Das hat Konsequenzen für den Arbeitsmarkt: So wächst beispielsweise der Anteil an Freelancern stetig an. Um den wachsenden Bedarf an flexiblen Fachkräften zu decken, hat etwa die Adecco Group mit Modis eine neue Marke mit den Geschäftsbereichen IT, Life Science und Engineering etabliert. Insgesamt befinden sich bereits rund 3.500 Freelancer mit entsprechenden Kompetenzen im Kandidatenpool. Zum flexiblen Arbeiten gehört aber auch Vertrauen, betont Andrea Wolters weiter: Vorgesetzte müssten bereit sein, bei Arbeitszeit und Arbeitsort Kontrolle abzugeben, wenn sich Mitarbeiter und Freiberufler in Projektteam immer stärker selbst organisieren. „Das setzt großes Vertrauen in die Mitarbeiter voraus und überträgt Eigenverantwortung an sie“, so die Expertin. Am Ende zählt dabei nur das Team-Ergebnis – nicht der Weg dahin.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.